Meisterkonzert - Orgel pur
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Sonntag, 11. Oktober 2009– 17.00 Uhr – St. Maria, Göppingen Eintritt 10,00 Euro Felix Mendelssohn „Die Orgelsonaten“
Tags zuvor : Orgelimprovisationskurs |
Dieses Konzert ist Mendelssohn zu dessen 200. Geburtstag gewidmet. Ihm kommt das Verdienst zu, ein zweites Zeitalter der Orgelmusik eingeläutet zu haben und zwar als Komponist und Interpret gleichermaßen. Professor Stefan Johannes Bleicher wird zu Beginn des Konzerts in die Werke einführen. |
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Felix Mendelssohn-Bartholdy und die Orgel Ersten Orgelunterricht erhielt Mendelssohn bereits mit 11 Jahren. Schon damals lernte er die Orgelmusik Bachs kennen, die er später an allen Wirkungsorten und auf allen Reisen – wenn er Orgeln erprobte oder auch konzertierte – neben eigenen Kompositionen und Improvisationen regelmäßig spielte. Mendelssohn hatte Gelegenheit, verschiedenartigste Orgeln kennenzulernen. Reisen durch ganz Deutschland, Italien, England und in die Schweiz nutzte er stets um neue Instrumente kennen zu lernen. Er galt als einer der größten Orgelvirtuosen seiner Zeit. Trotzdem ist sein Orgelschaffen nicht sehr umfangreich. Neben einigen Jugendwerken, die im Zeitraum von 1820-23 entstanden, folgten erst ab 1831 weitere Werke. 1837 veröffentlichte er die „Drei Präludien und Fugen“, die er neben den Orgelsonaten, als einzige Orgelwerke mit Opusnummern versah. Die Entstehung der späten Orgelwerke steht im Zusammenhang mit seinen Englandreisen bei denen er u.a. als Orgelvirtuose gefeiert wurde. Sein Opus ultimum für die Orgel stellen die Sechs Sonaten dar, die er zwischen Juli 1844 und April 1845 komponierte, zunächst als Einzelstücke und abschließend zu Zyklen (Sonaten) zusammenfassend. Mendelssohn Orgelschaffen verlieh der Orgelkomposition im 19. Jh. einen neuen Aufschwung. |
Programm :
Felix Mendelssohn-Bartholdy 1809 -1847
Sechs Sonaten für die Orgel - Opus 65 (1844/45)
Herrn Dr. F. Schlemmer in Frankfurt am Main zugeignet
Sonate I in f-Moll (Choral: "Was mein Gott will")
Allegro moderato e serioso - Adagio - Andante Recitativo - Allegro assai vivace
Sonate II in c-Moll
Grave - Adagio - Allegro maestoso e vivace - Fuga
Sonate III in A-Dur (Choral: "Aus tiefer Noth")
Con moto maestoso - Andante tranquillo
Sonate IV in B-Dur
Allegro con brio - Andante religioso - Allegretto - Allegro maestoso e vivace
Sonate V in D-Dur
Andante - Andante con moto - Allegro maestoso
Sonate VI in d-Moll (Choral: “Vater unser im Himmelreich")
Choral mit 4 Variationen - Fuga. Sostenuto e legato - Finale. Andante
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Professor Stefan Johannes Bleicher studierte Orgelkonzertfach bei Lionel Rogg in Genf und Ewald Kooimann in Amsterdam, sowie historische Aufführungspraxis bei Nicolaus Harnoncourt am Mozarteum in Salzburg. Mehrfach international ausgezeichnet (u.a. 1. Preis beim Improvisationswettbewerb „Concours Rochette“) Konzerte in aller Welt und Gastkurse an verschiedenen Musikhochschulen und Universitäten im In- und Ausland. Durch seine äußerst erfolgreiche Konzerttätigkeit, Rundfunk- und Fernsehproduktionen sowie zahlreichen CD-Einspielungen (u.a. Gesamtaufnahmen des Orgelwerks von Liszt, Saint-Saens und Mendelssohn), gilt er heute als einer der führenden Orgelsolisten seiner Generation. Seit 1991 ist er auch Leiter der Süddeutschen Orgelakademie an den großen Denkmalorgeln in Baden Württemberg. Heute wirkt er als Organist an der Stadtkirche in Winterthur (CH) und als Professor für Orgelliteraturspiel und Improvisation an der Hochschule für Musik in Trossingen. |




