Die Göppinger Orgelwochen vom 26.9.2009 bis 25.10.2009
Die einzigartige Klangwelt der Orgel in besonderer Atmosphäre erleben !

Die Göppinger Orgelwoche im Spiegel der Presse ...

***Die 13. Orgelwoche im Jahre 2008***

Orgelnacht :

NWZ, 24.9.2008

Laser hell statt erhellend

Drei Konzerte zum Auftakt der 13. Göppinger Orgelwochen

Mit einer Konzertnacht wurden in St. Maria die 13. Göppinger Orgelwochen eröffnet. Die Männerschola ergänzte das Spiel der drei Organisten.

ULRICH SCHLECHT

Göppingen Ein erfreulich großes und aufnahmebereites Publikum zeigte sich am Samstagabend bereit, sich den Anforderungen des dreigeteilten Konzertes zu stellen, mit dem erneut eine so genannte Orgelnacht die Göppinger Orgelwoche eröffnete. Bis auf kleinere Einschränkungen wurde ein vorzügliches Musikerlebnis geboten.

"Orgel-Highlights" hatte Ulrich Klemm aus Schorndorf seine Vortragsfolge betitelt, und er begann gleich mit einem "Schlager", nämlich Johann Sebastian Bachs Toccata und Fuge d-Moll BWV 565. Den markanten Auftakt fast im Stakkato spielend, vermied er, dass die romantisch disponierte Walcker-Orgel seinen Bach allzu weich zeichnete. Mit der flüssig gespielten Fuge und ihren deutlichen Echostellen sowie der machtvollen Toccaten-Reprise wurde der Vortrag zur eindrucksvollen Demonstration der Bachschen Kunst, das Freie mit dem Strengen zu verknüpfen.
Vervollständigt wurde der erste Konzertteil durch eine eigene Komposition: eine Passacaglia über fremde Themen mit häufigen Halbtonreibungen, das fröhliche Vivace aus Bachs Triosonate BWV 530 sowie eine viersätzige Suite op. 43 von Flor Peeters, deren Klangbild sehr gut zur Orgel passte.
Die elfköpfige Männerschola Göppingen unter der Leitung von Thomas Gindele stand im Mittelpunkt des zweiten Teils. Nach einer Orgelimprovisation des kurzfristig eingesprungenen Bertram Geiger (Dürnau) ertönte, einheitlich in Diktion und Klang und mit wohlgestalteten Decrescendo-Abschlüssen, die Gregorianische Antiphon "Salve Regina".
Weniger überzeugen konnte die gleichnamige Missa von Jean Langlais, weil die zu aufdringliche Orgelbegleitung die Sänger in den Hintergrund drängte beziehungsweise zum Forcieren verleitete. Passend und schön meditativ wirkten hingegen die Improvisationen zwischen den sauber intonierten Strophen von Edvard Griegs "Ave maris stella".
Im dritten Teil stellte Georg Enderwitz aus Wangen im Allgäu mit dem Engländer Edward Elgar, dem Italiener Marco Enrico Bossi, dem Belgier Guy Weitz sowie den Franzosen Charles-Marie Widor und Alexandre Guilmant ein internationales Komponisten-Quintett vor, dessen Werke allesamt interessant waren und stilgerecht dargeboten wurden. Grellfarbenes Licht und Theaternebel sollten diese Musik untermalen, vermochten jedoch nichts Erhellendes beizusteuern, sondern lenkten eher ab und riefen - zu später Stunde - fast eine Diskothekenatmosphäre hervor.

Familienkonzert :

 

***Die 12. Orgelwoche im Jahre 2007***

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

***Die 11. Orgelwoche im Jahre 2006***

Vorberichte in der Neuen Württ. Zeitung, NWZ, Göppingen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Konzertberichte in der Neuen Württ. Zeitung, NWZ, Göppingen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

***Die Orgelwoche im Jahre 2005***

Vorberichte in der Neuen Württ. Zeitung, NWZ, Göppingen

ORGELWOCHE / Die Vielfalt eines Instruments soll demonstriert werden

Dieses Jahr mit barocker Orgel

Zum zehnten Male findet in diesem Jahr die Göppinger Orgelwoche statt. Sie ist eigentlich ein Orgelmonat, denn die fünf Konzerte werden während eines Zeitraums stattfinden, der bis Mitte Oktober dauert.

(MARGIT HAAS)

GÖPPINGEN ■ Zum zehnjährigen Bestehen der Göppinger Orgelwoche warten die Organisatoren mit einer Neuerung auf. Damit das Programm nicht so gedrängt ist, so Thomas Gindele, werden die fünf Konzerte nicht mehr innerhalb einer Woche stattfinden, sondern bis Mitte Oktober an den Wochenenden. Mit der Orgelwoche, die auf Initiative von Gindele vor zehn Jahren ins Leben gerufen wurde, sollen Orgeln in ihrer Vielfalt und in ver­ schiedenen Räumen präsentiert werden. So gibt es in diesem Jahr erstmals ein Konzert in der Birenbacher Wallfahrtskirche. „Die Orgel ist sehr barock ausgelegt, ganz anders als die romantische Walcker-Orgel in Sankt Maria", stellt Gindele fest.

Die Orgelwoche, eine Kooperationsveranstaltung zwischen der Göppinger Stadt- und der Marienkirche, beginnt traditionell mit einer Orgelnacht in der Stadtkirche. Klaus Rothaupt wird Werke von Johann Sebastian Bach und seiner Söhne spielen. Danach wird einer der renommiertesten internationalen Orgelkünstler, Professor Wolfgang Zerer aus Hamburg, in Sankt Maria auf der Walcker-Orgel in die Klangwelt der Orgelromantik mit Werken von Brahms, Bach und Reger einführen. Die Orgelwoche will das Instrument aber auch in der Kombination mit anderen Instrumenten vorstellen. In der Wallfahrtskirche in Birenbach werden Stefan Maaß (Trompete) und Thomas Gindele (Orgel) in „Barockem Festglanz" mit Werken von Bach, Schneider, Buxtehude und Händel konzertieren. „Zu Besuch bei Bach" ist das vierte Konzert in Sankt Maria. Rainer Maria Rückschloß spielt Orgelwerke Bachs aus seinen unterschiedlichen Schaffensperioden. Wolfgang Klein rezitiert dazu Berichte und Anekdoten aus Bachs Leben.

Den Abschluss der Orgelwoche bildet das Kinderkonzert - „nicht nur für Kinder", wie Gindele betont - mit dem „Karneval der Tiere". Das Werk von Camille Saint-Saens erklingt in einer Bearbeitung für die Orgel, die Thomas Specker spielt. Ergänzt wird die Musik durch eine szenenbezogene Bildpräsentation von Gabriele Rayner und Texten, vorgetragen von Thomas Gindele.

Während der Orgelwoche findet auch wieder der Organistentag statt. Thomas Gindele wird dabei neu erschienene Orgelliteratur vorstellen (Anmeldung unter (07161) 9 65 92 15).

■ INFO

Vorverkaufsstellen sind die Staufen-Buchhandlung und das Musikhaus Deininger in Göppingen. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren haben, außer beim Kinderkonzert, freien Eintritt.

Bericht in der NWZ am 20.09.2005 vom Eröffnungskonzert am 17. September 2005

KONZERT / Auftakt zur Göppinger Orgelwoche in der Stadtkirche

Des Vaters Sprache und eigene Idiome

Klaus Rothaupt interpretierte Werke von Johann Sebastian Bach und seinen Söhnen

Mit zwei „Konzerten im Stundentakt", die, Kompositionen der Bach-Familie vorbehalten, Klaus Rothaupt gestaltete, begann am Samstag in der Stadtkirche die 10. Göppinger Orgelwoche.

GÖPPINGEN ■ Die Orgelwoche sprengt in diesem Jahr den bisher gewohnten, die musikalischen Erlebnisse in ein achttägiges Geschehen komprimierenden Rahmen und dehnt die Veranstaltungsreihe auf rund einen Monat. Für das Eröffnungskonzert hatte Klaus Rothaupt ein besonders interessantes Programm ausgewählt, das den Werken des großen Johann Sebastian Bach solche seiner Söhne vergleichend gegenüberstellte. Vom Vater auf die Nachkommen Tradiertes war zu entdecken, doch auch neue Perspektiven Eröffnendes der eigene Wege gehenden Bach-Söhne. Eröffnet wurde der erste, Johann Sebastian Bach zugeordnete Abschnitt des zweiteiligen Konzerts mit der gewaltigen Toccata und Fuge F-Dur BWV 540, die Klaus Rothaupt mit meisterlichem Spiel klangvoll vorstellte, die monumentale Architektur wie deren strukturelle Komponenten mit Klarheit und Deutlichkeit aufzeigend. Diesem machtvollen Beginn ließ der Organist Intimeres folgen mit dreien der „Schübler-Choräle", die in „klas­sischer" Ouvertüren-Anordnung „schnell - langsam - schnell" ihr meditatives Zentrum in dem Choral „Wer nur den lieben Gott lässt walten" (BWV 647) hatten, das auch in seiner klanglichen Darstellung prononciert von den eher festlich-heite­ren „Rahmen"-Werken („Wo soll ich fliehen hin" BWV 646 und „Kommst du nun, Jesu, vom Himmel herunter" BWV 650) überlegt abgesetzt war. Mit der spielfreudig-melodiösen Triosonate Nr. 6 in G-Dur (BWV 530), von Rothaupt mit entsprechender organistischer Bravour vorgetragen, schloss der erste Teil.

Der zweite, beginnend mit Carl Philipp Emmanuel Bachs Sonata D-Dur (WQ 70/5), zeigte dann die Wege auf, welche die Bach-Söhne einschlugen, und verdeutlichte, wie diese, selbst wenn sie des Vaters For­mensprache übernahmen, ganz eigene Idiome entwickelten und diese mit ganz neuen, die Zeitläufe porträtierenden Ausdruckselementen akzentuierten. Zu hören war dies selbst in kleinsten Stücken wie den Fughetten von Johann Christoph Friedrich und Carl Philipp Emmanuel Bach, in gewichtigen auch wie Wilhelm Friedemanns Choralbearbeitung „Jesu, meine Freude", deren fast düstere Atmosphäre in einem seltsamen Gegensatz zum Textinhalt steht, oder in dessen leichtfüßig-virtuosen Fuge F-Dur, deren heitere Stimmung ihre Fortsetzung fand in Johann Christian Bachs aus recht heterogenen Teilen sich fügenden Fuge über B-A-C-H.

C. Ph. E. Bachs Sonata in B-Dur (WQ 70/2) beschloss diesen Konzertteil, in dem Klaus Rothaupt seine Stilgewandtheit und -sicherheit mit genauer Charakterisierung der einzelnen Werke eindrucksvoll unter Beweis stellte. Großer Beifall.

Konzert vom 24.9.2005 - Klangwelt der Orgelromantik, St. Maria - NWZ : 27.9.2005:

ORGELWOCHE / Wolfgang Zerer in der Marienkirche

Romantische Klangwelten

Mit einem von Wolfgang Zerer am Samstag auf der historischen Walcker-Orgel in St. Maria gestalteten Konzert fand die acht Tage zuvor begonnene 10. Göppinger Orgelwoche ihre beeindruckende Fortsetzung.

GÖPPINGEN ■ „Die Klangwelt der Orgelromantik" hatte der Professor an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg zum Gegenstand seines Konzerts erkoren. Um dieses Motto eindrucksvoll zu demonstrieren und zugleich die Klangmöglichkeiten des Instruments aufzuzeigen, hatte er hierfür Kompositionen von August Gottfried Ritter, Johannes Brahms, Max Reger und, gedacht als reizvoller Kontrast, von Johann Sebastian Bach ausgewählt.

Als ebenso formal vielschichtigen wie klanglich vielgestaltigen Einstieg hatte der Organist August Gottfried Ritters Sonate Nr. 3 in a-Moll op. 23 auf das Programm gesetzt, ein aus heterogenen kompositorischen Elementen sich fügendes, die unterschiedlichsten Stimmungen einfangendes Werk, das im musikalischen Gestus und mit vielfach gebrochenen marschartigen Rhythmen an den Krönungsmarsch aus Meyerbeers Oper „Der Prophet" erinnert. Der bedeutende Aufwand klanglicher Mittel, bald orchestral aufrauschend, bald instrumental zurückgenommen, wurde von Wolfgang Zerer innerhalb einer durchdachten, sich stetig steigernden Interpretation souverän disponiert.

In bewusstem Kontrast hierzu standen vier der Choralvorspiele op. 122 von Johannes Brahms („Mein Jesu", „Schmücke dich, o liebe Seele", „O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen" und „O Gott, du frommer Gott"). Deren kunstvolle Schlichtheit und expressive Herbheit wurden von Zerer durch ein unprätentiöses Spiel, das dazuhin bestimmt war durch rasche, mit unbeirrbarer Konsequenz verfolgte Tempi, noch besonders hervorgehoben.

Den zuletzt genannten Choral hatte fast 200 Jahre zuvor Johann Sebastian Bach als Ausgangsmaterial für seine Partite diverse BWV 767 genommen, die ihm Anlass und Gelegenheit gaben, verschiedene Textinhalte musikalisch ausdrucksstark in Szene zu setzen. Zerer nahm den nachmaligen Leipziger Thomaskantor genauestens beim Wort, indem er die einzelnen Abwandlungen überaus sensibel charakterisierte, ehe er mit Max Regers Introduktion und Passacaglia in f-Moll aus den „Monologen" op. 63 nachgerade triumphal mit höchster, doch nie nur nach äußerem Glanz schielender, sondern sich stets im Dienste einer überlegten Interpretation wissender Virtuosität beschloss.

Barocker Festglanz am 9. Oktober 2005, 17.00 Uhr in der Wallfahrtskirche Birenbach

Neue Württembergische Zeitung, NWZ, Göppingen :

ORGELWOCHE / Festglanz mit Orgel und Trompete in der Wallfahrtskirche Birenbach

Gelungene Synthese aus alt und neu

Eindrucksvoll demonstrierten Thomas Gindele und Stefan Maaß in der Wallfahrtskirche Birenbach, wie barocke und zeitgenössische Musik sich ergänzen können.

BRUNO EHREN

BIRENBACH ■ Thomas Gindele, Dekanats-Kirchenmusiker und renommierter Organist, gestaltete mit dem Göppinger Trompeter Stefan Maaß das dritte Konzert im Rahmen der Göppinger Orgelwoche.

Einleitend erklang eine Sonate in D-Dur für Trompete und Orgel von Telemann. Bereits im ersten Satz bezauberte die Trompete mit ihrem kraftvollen, strahlenden Ton. Die barocken Klänge fanden ihre Fortsetzung in dem von Thomas Gindele interpretierten Choralvorspiel „Herr Jesu Christ, dich zu uns wend" von Bach. Die Choralmelodie in reich verzierter Form beansprucht dabei für sich ein eigenes Orgelmanual, während sich die Begleitstimmen streng motivisch darstellen. Eine Herausforderung an die Spieltechnik und Interpretationskunst des Organisten, die Thomas Gindele meisterlich bewältigt.

Auf barocker Tradition fußend, wurde das Werk „Exclamatio" von Enjott Schneider aufgeführt. Es soll nach Schneiders Vorstellung den „Schrei" in seiner sich permanent steigernden Intensität vermitteln. Gleich zu Beginn ertönte die Trom pete mit einem fast fanfarenhaft kraftvollen „Schrei um Aufmerksamkeit", der sich zum „Wutschrei" wandelte, abgelöst wurde vom „Schrei nach Liebe" und sich schließlich zum „Kampfschrei" steigerte. Dies in ausgewogenem Wechsel- und Zusammenspiel umzusetzen, stellte an die Interpreten höchste Ansprüche, die sie bis ins Detail erfüllten. Mit der Passacaglia d-moll stellte Thomas Gindele eine von Dietrich Buxtehude geschaffene Kostbarkeit reiner Orgelmusik vor. Die Komposition ist schon von Brahms bewundert worden. Erneut kam die Trompete zu Wort und präsentierte zusammen mit der Orgel ein Werk von Petr Eben. Inspiriert von Thematik, Farbenreichtum und Lichteffekten der von Chagall gestalteten Fenster schuf der Komponist 1976/77 vier unter dem Titel „Okan" (Fenster) zu sammengefasste Stücke, aus denen „Das Goldene Fenster" dargeboten wurde. Ein teils von überraschenden Klangkombinationen geprägtes thematisches Wechselspiel der Instrumente ließ das bunte Spektrum aus Licht und Farbe der Fenster musikalisch Gestalt annehmen. Der konzertante Weg führte dann erneut zu Buxtehude, seinem umfangreichsten freien Orgelwerk, dem Präludium g-moll, BuxWv 149, wiederum präsentiert von Thomas Gindele. Er verstand es, die Fülle der gestalterischen Möglichkeiten der Birenbacher Barockorgel virtuos auszuschöpfen. Abschließender Glanzpunkt war das Konzert in B-Dur für Trompete und Orgel von Händel, in dem die Interpreten nochmals die ganze technische und gestalterische Breite ihres Könnens unter Beweis stellten.

Bericht hierzu im Schurwaldboten

Göppinger Orgelwoche füllt Birenbacher Wallfahrtskirche

 

Aus allen Nähten platzte die Birenbacher Wallfahrtskirche am vergangenen Sonntag als die Göppinger Orgelwoche Station mit ihrer Konzertreihe machte. Sämtliche Stühle mussten zusammengetragen werden um den über 200 Besuchern den notwendigen Platz in der Birenbacher Wallfahrtskirche zu bieten. Markus Göser und Werner Singer vom Organisationsteam zeigten sich angesichts dieses fulminanten Besucherzuspruchs begeistert.

 

Die beiden Göppinger Musiker Stefan Maaß (Trompete) und Thomas Gindele (Orgel) boten ein attraktives Programm mit Werken von Telemann, Bach, Schneider, Buxtehude, Eben und Händel.

 

Die barocke Tradition wurde mit zeitgenössischen Werken zu einer besonderen Synthese von Musik und Raum verbunden. Eingebettet in die einmalige Kulisse der Birenbacher Wallfahrtskirche zeigte sich das kompetente Publikum auch von der Akustik begeistert.

Bericht NWZ zum Konzert in St. Maria "Zu Besuch bei J.S.Bach" am 15. Oktober 2005

Zu Besuch bei J.S. Bach

GÖPPINGEN ■ Zu einem „Besuch bei J.S. Bach" luden im Rahmen der Göppinger Orgelwoche der Schauspieler Wolfgang Klein und der Organist Rainer Maria Rückschloß ein. Was etwas vollmundig als „spannende Zeitreise durch die Orgelmusik Bachs" angekündigt war, ent­puppte sich trotz einiger das 18. Jahrhundert beschwörender Requisiten wie Cembalo oder Notenständer als kursorischer Gang durch Bachs Biographie, der Privatesaussparte. Stattdessen wurden die Wirkungsstätten des Komponisten aufgezählt: Arnstadt, Mühlhausen, Weimar, Köthen und Leipzig, deren Benennung durch musikalische Beispiele illustriert wurde, wobei den instrumentalen Rahmen, aufgeteilt in Introduktion und Epilog, Präludium und Fuge Es-Dur (BWV 532) bildeten. Im Mittelpunkt des infor­mativen Abends stand der Wettstreit zwischen Bach und dem französischen Orgelvirtuosen Louis Marchand. Da dieses instrumentale Duell nie stattgefunden hatte, wurde es in der Göppinger Marienkirche nachgeholt in der Gegenüberstellung von Kompositionen beider „Kontrahenten", hier fünf Teile aus Bachs Partita über den Choral „Ach, was soll ich Sünder machen" (BWV 770), dort fünf Strophen aus Marchands „Te Deum".

Dazu kamen als Beispiele für die jeweiligen Schaffensperioden etwa das Choralvorspiel „Allein Gott in der Höh sei Ehr" (BWV 715) oder der 3. Satz aus dem Concerto in a-Moll nach Vivaldi (BWV 593) zu Gehör, in denen Rainer Maria Rückschloß seine instrumentalen Fertig­keiten ebenso wie seine innige Vertrautheit mit der Musik Bachs überzeugend unter Beweis stellte, am eindrucksvollsten im „Rahmen-Programm" des Präludiums und Fuge in Es-Dur, während man sich in der Vivaldi-Bearbeitung einen lebhafteren Zugriff gewünscht hätte. Doch der Organist setzte wie sein Sprecher-Kollege Wolfgang Klein auf Klarheit und Deutlichkeit der Arti­kulation, die er durch virtuoses Gehabe nicht beeinträchtigen wollte.

***Die Orgelwoche im Jahre 2004***

Neue Württembergische Zeitung, NWZ, Göppingen :

 

 

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